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Zusammenspiel von Behörden und Wirtschaft: Keine Abstatter Bosch Erde für Untergruppenbacher Flurbereinigung

Logik bleibt bei Erdtransporten auf der Strecke

Von Reto Bosch

Logik ist „folgerichtiges Denken". Ein Beispiel: Für die Rebflurbereinigung in Untergruppenbach-Donnbronn müssen Laster mindestens 30.000 Kubikmeter Erde anfahren. Im nur wenige Kilometer entfernten Abstatt graben Bagger auf der Bosch-Baustelle hunderttausende Kubikmeter fiür den Weinbau prädestinierten  Boden zum Abtransport aus. Jeder vernunftbegabte Mensch sieht vor seinem inneren Auge die Erde von Abstatt nach Donnbronn rollen. Doch weit gefehlt, reine Theorie. Das Zusammenspiel von Behörden und Wirtschaft setzt die Gesetze der Logik außer Kraft - und lässt den Bürger fassungslos den Kopf schütteln.Von der Abstatter Bosch-Baustelle fährt kein einziger Lkw nach Donnbronn. Und das, obwohl das Transportunternehmen Erdbau Kuhn ständig auf der Suche nach geignetem Aushub ist. Und das, obwohl sich diese Erde hervorragend für den Weinbau eignet. Und das, obwohl die Laster nur rund sieben Kilometer - es geht hier um rund 3.700 Ladungen - zu fahren hätten. Die Logik bleibt also außen vor. Mit Folgen, das für die Rebflurbereinigung zuständige Unternehmen, Kuhn muss die Erde jetzt mit größerem Aufwand aus dem gesamten Landkreis Heilbronn anfahren. Und gerät in zeitlichen Verzug. Junior-Chef Uwe Kuhn: „Wir haben Probleme, genügend geeignete Erde zu beschaffen”. Wegen der lahmenden Konjunktur gebe es zu wenig große Baustellen. Karl Nied, Ingenieur im Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung Heilbronn: „Wir wären gerne schon weiter." Leidtragende sind laut Kühn auch die Wengerter. Der .Boden im „Hundsberg" hätte davon profitiert, wenn er komplett aus Abstatt gekommen wäre. Längere Ausflugsfahrten darf die dafür unternehmen. Sie wird auf viele Stellen verteilt. Sehr zur Freude von Straßenanliegern, an deren Fenstern die Laster vorbeidonnern. Erdtransporte als Verwirrmethode: aus ökologischer Sicht ein Fiasko. Aber woran liegt`s ? Dass die Logik in diesem Fall keine Chance hat, bekümmert alle Beteiligten. „Sehr ärgerlich" findet es Untergruppenbachs Bürgermeister Joachim Weiler: „Uns tut es leid, dass es mit der Bosch-Erde nicht geklappt hat", meint. Ingenieur Nied. Und Unternehmer Uwe Kuhn schüttelt nur den Kopf. Er hatte die offizielle Ausschreibung des Flurordnungsamtes für sich entschieden Seiner Kalkulation lag die Annahme zugrunde, Bosch-Erde zu bekommen- Doch wegen wenigen „Cent" erhielten die Konkurrenten den Zuschlag. Dann  versuchte Kuhn, mit diesen ins Geschäft zu kommen. „Das ist an rund 50 Cent pro Kubikmeter gescheitert."

Karl Nied betont, dass die Planungen forciert wurden, um Boden nach Donnbronn zu bekommen. Vergebens- Bei allem Bedauern: Seine Behörde müsse an Aufträge an den günstigsten Bieter vergeben.

Auch wenn der keine Bosch Erde zu bieten hat. Und die Logik am Ende auf der Strecke bleibt.

 

Kraichgau Stimme 12.02.2003

Originalauszug Kraichgau Stimme

Schlangenlinien fährt man (natürlich stocknüchtern) bisweilen in Kirchardt. Entlang der Ortsdurchfahrt parkende Autos zwingen einen dazu. In den letzten Tagen allerdings ein gänzlich anderes Bild: Parken verboten, hieß es auf provisorischen Schildern schon in Fürfeld, dann in Kirchardt und schließlich in Berwangen.

Grund: Ein Schwertransport, der sich in der Nacht zum Dienstag von der Autobahn her durch die Dörfer quälte. Die Fracht war eine 75-Tonnen-Planierraupe von Caterpillar, genannt Cat D9. Jetzt steht der Koloss bei der Firma Erdbau Kuhn in Berwangen und wartet darauf, die stählernen Muskeln auf der nächsten Baustelle spielen zu lassen.

 

 

Nicht weit entfernt, am Ortseingang von Kirchardt, ist gestern ebenfalls ein Bagger zugange. Hier bereiten Heiko Schubert und Luis Henrgues den Boden für das Feuerwehrgerätehaus. Nach dem Spatenstich Ende Januar muss nunmehr das Gelände eingeebnet und für den Fundamentaushub vorbereitet werden. Ein Stück des Weges weiter auf der Berwanger Straße geht der Kirchardter Alltag seinen Gang.

 

Verstärkung bekommen
originalauszug Heilbronner Stimme 28.09.2002

Vor wenigen Tagen wurden durch den Repräsentanten der Zeppelin GmbH, Böblingen, Martin Rappold, vier neue CAT-Bagger

mit Einsatzgewichten von 17 bis 33 Tonnen an die Firma ERDBAU KUHN GmbH & Co. KG in Kirchardt-Berwangen übergeben. Die vorwiegend im Raum Heilbronn eingesetzten Geräte sind auf dem neuesten Stand der Technik. Insbesondere erfüllen sie die Vorgaben des Lärm- und Umweltschutzes. Uwe Kuhn, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma: „Durch die Integration von Computertechnik in diese Geräte ergeben sich nicht nur wesentliche Leistungsverbesserungen sondern auch wirtschaftliche Vorteile, wie Kraftstoffersparnis. Deshalb setzen sie in diesen Bereichen neue Standards.“ Er ist überzeugt, dass die Investition ein weiterer Schritt ist zur Stärkung der Firma im Erdstoffmanagement und Transport, um sich weiter im Wettbewerb nach seinem Motto : „ Wir graben schneller durch den Dreck, als die Made durch den Speck....“ behaupten zu können.

 

Die ERDBAU KUHN GmbH & Co. KG wurde 1962 von Hans Kuhn gegründet. Im Laufe der Jahre wuchs das Unternehmen stetig und beschäftigt heute ca. 35 Mitarbeiter. Neben den Schwerpunkten Transport und Abbrucharbeiten erweiterte die Firma ihre Geschäftsfelder um Altlastsentsorgung, Erntetransporte und Kalklieferungen.

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